Geschichte des Sanktuariums

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11. Februar 1920
Mutter Ursula Ledóchowska erwirbt ein Gut in Pniewy dank der großzügigen Spende des norwegischen Konsuls Stolt-Nielsen. Das gegründete Mutterhaus der Kongregation der Ursulinen von Herzen Jesu im Todeskampf trägt den Namen des Schutzpatrons von Norwegen, des hl. Olaf.

15. August 1920
Die Kapelle wird geweiht und die erste Heilige Messe zelebriert.

September 1920
Es entsteht eine Wirtschaftsschule für Mädchen und ein Kinderheim.

26. Oktober 1920
Der Apostolische Nuntius Msgr. Achille Ratti, der spätere Papst Pius XI, besucht Pniewy.

31. Mai 1922
Bischof Stanisław Łukomski weiht die neu errichtete Kapelle und verleiht ihr den Namen des Heiligsten Herzen Jesu.

10. September 1926
Der Verlag und die Druckerei der Ursulinen nehmen ihren Betrieb auf.

27. Juli 1927
Der Präsident der Republik Polen Ignacy Mościcki besucht Pniewy, um Mutter Ursula mit dem Offiziers-Kreuz des Ordens Polonia Restituta auszuzeichnen.

17. April 1937
In Pniewy finden Feierlichkeiten aus Anlass des Goldenen Jubiläums des Ordenslebens von Mutter Ursula statt, an denen Vertreter von Staatsorganen sowie des Episkopats Polens, geführt von Primas August Hlond, teilnehmen.

 

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26. April 1939
Mutter Ursula verlässt Pniewy zum letzten Mal nach Rom, wo sie am 29. Mai in der Meinung von Heiligkeit stirbt.

12. Juli 1939
In Pniewy findet das Generalkapitell unter der Leitung von Kardinal August Hlond statt. Zur neuen Generaloberin und der ersten Nachfolgerin von Mutter Ursula Ledóchowska, der Gründerin der Gemeinschaft, wird Mutter Pia Leśniewska gewählt.

Der Zweite Weltkrieg
Die Tätigkeit in St. Olaf wird unterbrochen. Nach der Übernahme des Guts durch die Deutschen wird ein Teil der Schwestern umgesiedelt. Die, die in Pniewy bleiben, führen unter veränderten und schwierigen Bedingungen die apostolisch-soziale Arbeit je nach Bedarf weiter. Die Schwestern, durch Grenzen voneinander getrennt, zum Teil in Gefängnissen und Lagern inhaftiert, zu Zwangsarbeit verurteilt, ohne Kontakt mit den Oberinnen, waren allem im Geiste miteinander verbunden und spürten die Sorge der Mutter Gründerin und erfuhren schon damals viele Segen durch ihre Fürbitte.

Nach Beendigung der Kriegshandlungen
Die Gemeinschaft erlebt zusammen mit dem ganzen Land eine Zeit intensiver Bemühungen, das Leben zu normalisieren und die apostolische und erzieherische Arbeit neu zu organisieren.

1945
In St. Olaf wird die Tätigkeit sowohl der Wirtschaftsschule, als auch des Kinderheims erneut aufgenommen. In den ersten Nachkriegsjahren führen die Schwestern auch eine Kinderkrippe.

1950
Der landwirtschaftliche Betrieb der Schwestern in Pniewy wird verstaatlicht.

1957
Der Staat schließt das Kinderheim, 1962 wird die Wirtschaftsschule samt Internat verstaatlicht. Diese Veränderungen, die aus einem verschärften politischen Kurs des Staates gegen die Kirche resultieren, bewegen die Gemeinschaft dazu, im Mutterhaus neue Initiativen zu ergreifen. Alte Bauten werden an neue Arbeitsbereiche angepasst: der Kindergarten und das Pilgerhaus. Man beginnt mit der Erweiterung der Kapelle. Die Arbeiten leitet Prof. Władysław Czarnecki aus Poznan.

1970
In Pniewy finden die Feierlichkeiten aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Ursulinen vom Herzen Jesu im Todeskampf statt. Es nehmen Mitglieder des Episkopats mit Kardinal Primas Stefan Wyszyński teil.

15. August 1980
Die ersten Feierlichkeiten der Ordensgemeinschaft in der erweiterten Kapelle des Mutterhauses zelebriert Bischof Paul Verschuren aus Finnland. Die Ausstattung der Kapelle wurde von Prof. Władysław Pieńkowski entworfen. Das Kreuz über dem Altar wurde von Prof. Jerzy Nowosielski aus Krakau gemalt. Das jetzige Kreuz (seit 2003) wurde von Elżbieta Grocholska-Zanussi geschaffen. Den Kreuzweg fertigte Anna Grocholska aus Warschau an.

16. Juli 1982
Prälat Lorenz Wnuk aus Kanada weiht den Eckstein des neuen Hauses der Mutter Gründerin – eine Gabe der Ursulinengemeinschaft in Erwartung der Seligsprechung von Mutter Ursula.

20. Juni 1983
In Poznan findet die Seligsprechung von Mutter Ursula Ledóchowska statt – sie wird von Papst Johannes Paul II während seiner zweiten Reise nach Polen vorgenommen. Am selben Tag weiht Prälat Lorenz Wnuk eine Figur der Seligen auf dem Hof des Mutterhauses.

24. Juni 1984
Der Posener Erzbischof Jerzy Stroba zelebriert in Pniewy eine Heilige Messe als Danksagung für die Seligsprechung von Mutter Ursula und gibt der Kapelle des Mutterhauses einen zweiten Namen: der Seligen Ursula Ledóchowska.

1987
Es wird mit der Erweiterung der Kapelle der sel. Ursula begonnen. Dazu wird das Presbyterium der ursprünglichen Kapelle ausgebaut. Den Sarkophag fertigt Anna Grocholska.

1988
In Pniewy wird der Kinderchor „Promyki Słoneczne” gegründet, dessen Patronin die sel. Ursula ist.

28.-29. Mai 1989
Es finden Feierlichkeiten im Zusammenhang mit der feierlichen Überführung der Reliquien der sel. Ursula von Rom nach Pniewy statt. Sie werden in der Kapelle des Mutterhauses beigesetzt. Viele Bischöfe, Priester und Scharen von Gläubigen nehmen an den Feiern teil, die von Kardinal Jozef Glemp, dem Primas von Polen, und Posens Erzbischof Jerzy Stroba geleitet werden. Die Glocke „Ursula“ wird geweiht – ein Andenken an die Rückkehr der Reliquien der sel. Mutter Gründerin nach Pniewy.

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1988
Der Kinderchor „Promyki Słoneczne“ („Sonnenstrahlen“) wird gegründet. Seine Schutzpatronin ist die sel. Ursula.

3. September 1990
Das neue Schuljahr in der Wirtschaftsschule der Ursulinenschwestern wird feierlich eröffnet.

25. Juni 1995
Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Gründung der Kongregation mit Erzbischof Józef Kowalczyk, dem Apostolischen Nuntius in Polen.

31. Oktober 1998
Die sel. Ursula Ledóchowska wird feierlich zur Patronin der Erzdiözese Posen ernannt.

April 2002
Im Vatikan wird das Dekret über die Anerkennung eines Wunders bekannt gegeben, welches durch die Fürsprache der Seligen Ursula erfolgte. Jenes Ereignis, das von der Kirche als Wunder anerkannt wurde, ist die Rettung des 14-jährigen Daniel vom Stromschlag, der eigentlich den Tod bedeuten würde. Das Wunder fand am 2. August 1996 in Ożarów Mazowiecki statt.

18. Mai 2003
Johannes Paul II spricht Mutter Ursula Ledóchowska in Rom heilig. An der Heiligen Messe zur Heiligsprechung nehmen auf dem Petersplatz ca. 50 Tausend Gläubige teil, darunter über Tausend aus Wielkopolska.

18. Mai 2013
Im Mutterhaus finden Feierlichkeiten aus Anlass des 10. Jahrestages der Heiligsprechung von Mutter Ursula statt. Die Heilige Messe zelebriert der Apostolische Nuntius Msgr. Celestino Migliore.